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Der Beginn meiner Malerei ist vor allem von den Impressionisten1 geprägt. Nach und nach, durch Studium und Beobachtung, beginne ich mit anderen Techniken und Darstellungsweisen zu experimentieren. Der erste Baum der Kollektion ("Embla I") befindet sich kaum sichtbar im Hintergrund des Bildes, lediglich aus einem abgestorbenen Stamm bestehend. Die nachfolgenden Werke werden figurativer, naturalistischer und schliessen mit dem Werk "Montagens II". |
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Berge, Bäume, Natur: Je mehr ich mich dem Studium der Meister widme, desto grösser wird die Leere zwischen meiner Wirklichkeit und der ihrigen. Bewegung und Beschleunigung prägen unsere Gegenwart. Die Zeit der figurativ erstarrten Werke ist vorbei. Ich beginne, die Entfaltung der Farbe immer mehr von formalen Begrenzungen und Erstarrungen zu lösen. Mit der radikalen "Entleerung der Bilder" wende ich mich gegen jegliche klare Form der linearen Abgrenzung innerhalb des Bildes. Die Kollektion "Die Fülle der Leere" stellt nicht nur Bewegung dar, sie ist gleichsam Bewegung und Verwandlung. Das entleerte Bild füllt sich mit Grenzenlosigkeit, Unmittelbarkeit und Dynamik. Seine Wahrnehmung kann nicht fixiert werden. Die gleichförmige Bildfläche wird durch rhythmisierende, reliefartige Strukturen in Bewegung gehalten. Diese Bilder halten nicht ein äusseres Geschehen fest, sie werden selber zum Vorgang. Ihre Fülle liegt nicht mehr im Figurativen, sondern in der Spannung ihrer Ganzheit. |
Triptychon Pailou III, huile sur toile, 40/60, MMIII
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Die traditionellen Formen der Malerei sind zu einem kreativen Gefängnis geworden, zu einer Zelle, deren Linien, Konturen, Formen und Kompositionen meinem künstlerischen Ausdruck Barrieren setzen. Die "Entleerung der Bilder" hat mich befreit. Jetzt öffnen sich neue Fenster. Ich kann mein imaginäres Gefängnis verlassen und sehe wieder Öffnungen, Licht und ein neues "Alphabet der Farben". Die Wiederkehr der Formen ist an den Öffnungen und Fenstern erkennbar, die als ständig wiederkehrendes Thema meine Bilder charakterisieren. |
Constructio II, huile sur toile, 80/120, MMIV
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Das Hauptthema der der Ausstellung "Prémices" lautet "Konstrukte". Die gleichnamige Kollektion umfasst mehr als 20 Bilder, die sich überlagernde Rechtecke und kubische Motive zeigen, die durch diagonale Linien miteinander vernetzt sind. Die Bilder vermitteln den Eindruck von Bewegung und Rhythmus. Die Grundierung, bestehend aus Ölfarbe, Sand, Seidenpapier oder verschiedenen Pergamenten, bildet eine krustige Basis. Auf dem überwiegend schlicht, manchmal transparent gestalteten Hintergrund zeigen sich Rechtecke in verschieden abgestuften Farbtönen, zwischen denen eingegrabene Vertiefungen und Linien der Grundierung sichtbar werden. Die ineinander verschachtelten, miteinander vernetzten und verknüpften Rechtecke stehen untereinander in einem permanenten Spannungsverhältnis. Je nach Segment und Position ist ihre Farbe dicht oder transparent, dunkel oder hell. Das hat zur Folge, dass die einzelnen Konstrukte untereinander die Kraft einer spannungsreichen Balance vermitteln, in der Farben und Formen sich dialektisch anziehen, abstossen und bedingen. Jedes Rechteck stellt ein mentales Konstrukt dar. Als mentale Konstrukte bezeichne ich die in unserer Gesellschaft gültigen Vorstellungen von Liebe, Arbeit, Recht, Wissenschaft und Kultur usw.. Die einzelnen Rechtecke sind meist mit diagonalen Linien untereinander verbunden. Die Linien, welche die einzelnen Rechtecke verbinden, stellen die Wechselwirkungen zwischen mentalen Konstrukten und Individuum, Gesellschaft, Kultur und Zeitgeist dar. Durch das Übereinanderauftragen der Farben gelingt das Vorstossen in den Raum. Die Räumlichkeit zeigt den Wandel der mentalen Konstrukte, die Verifizierung und Falsifizierung von Ideen und Regeln und dadurch die Relativität der eigenen Existenz. |
Diptychon Constructio IV, huile sur toile, 160/120, MMV
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